Freitag, 2. Januar 2015

die luft.

mein herzschlag wird schneller. meine lunge verlangt nach luft. nach mehr luft. denn die ich hab reicht mir nicht. ich laufe. schwindelgefühl. wo ist denn dieser sauerstoff? und wie konnte ich davor ohne ihn aushalten? die anderen- warum brauchen sie denn ihn nicht. luft. luft. lebensnotwendig.
plötzlich wasser. das kalte wasser. was mich erwachen lässt. ja, ich lebe. und obwohl es mich durchdringt-fast schmerzt, bin ich mit lebendigkeit erfüllt, weil ich fühle. ich tauche auf. die luft. das ist sie-diese neue luft.
ich atme tief. immer regelmäßiger. ich fange wieder an zu laufen, diesmal bewusst atmend. ein und aus. ein und aus. und das wiederholend. immer wieder. ich lebe. ich habe überlebt. und doch jeder atemzug- neue entscheidung um zu überleben. und nicht vorbeizuleben. an dem leben. 

gestern beneidete ich noch die menschen, die diese luft nicht brauchen. heute merke ich wie der durst mich treibt. es ist ein hin- und keinesweg ein weglaufen. hinlaufen zu dem eigentlichen. denn plötzlich gewinnt alles eine andere perspektive. ich will auf diesen berg. noch habe ich ihn nicht erklungen. noch ist er nicht bestiegen. aber eins weiß ich, wenn ich dann auf ihm stehe und den weg dorthin bestimmt huntertfach hinterfrage, weiß ich,  dass ich einfach oben stehen kann und der schmerz nicht mehr da sein wird. mein herzschlag wieder langsamer. bum. bum. ich lebe.

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