Donnerstag, 18. Dezember 2014

hellwach in east village.

ich sollte schlafen. aber ich kann nicht. ich bin hellwach. innerhalb von 40 stunden habe ich nur 5 geschlafen. das bin ja gar nicht ich. 
aber es ist genau diese zeit- wo alle schlafen. wo alles dunkel ist. da kann ich schreiben. denken. da bin ich so konzentriert und inspiriert. 
ich musste heute darüber nachdenken, wie viel in uns doch steckt. was nie rausgegraben wird? was ist wenn wir dem folgen würden, was unser herz uns sagt. ohne angst zum versagen. nicht zupassen - in das system. wie echt und ehrlich sind wir zu uns selbst? wie weit sind wir bereit zu gehen - um genau das zu tun? 
sind wir bereit die andere wege zu bestreiten, die nicht allen gefallen werden, um uns treu zu sein. denn was soll’s? egal was wir doch tun, werden wir von jemanden verurteilt, wer es besser weiß. warum zumindest nicht das tun, was dein herz dir sagt um selber nicht am ende zu sagen: hätte ich das doch gemacht? 
das thema liegt mir schon lange am herzen. ich wünschte, ich würde mehr leute treffen, die mir wie heute sagen: ich muss einfach raus hier. für paar tage fort. ein fremder. so ehrlich. 
ich wünschte für mich und dich mehr ehrlichkeit und echtheit vor sich selbst und anderen. warum immer die fassade wahren? alles perfekt. da ist kein fleck an mir. ich kann es nicht leiden. in so einem system wurde ich erzogen. 
doch wehre ich mich innerlich dagegen. sehr. es klappt nicht immer. auf unserer reise waren wir in texas. bei menschen, die genau das gegenteil uns vorlebten. alles perfekt? oh nein. es war ein chaos der gedanken und gefühle. aber zumindest waren sie ehrlich. so ist das leben. man lebt die höhen und die tiefen. mich hat es bereichert und gezeigt: hey, ich bin nicht allein dort. so ist das leben. es ist spannend. ich sage mir: lieber so. mit höhen und mit tiefen. als geradlinig zu gehen. für mich zumindest. ich sollte schlafen gehen. es ist nach halb zwei uhr nachts.

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